5. Oberbayerisches Preissingen und Musizieren beim Oberlandler Gauverband

Der Oberlandler Gauverband hat heuer zum 5. Oberbayerische Preissingen und Musizieren eingeladen und 8 Gruppen und 1 Solist haben sich zum Wettbewerb gestellt. Sogar aus Niederbayern waren die Brotzeitmusi und der Wirtshausgsang in den Saal des Gasthaus Peiss nach Dietramszell angereist.
Nach der Begrüßung durch den 1.Gauvorstand Hans Schwaiger, der auch die Bürgermeisterin Leni Grönmaier, den Kulturreferent der Stadt Bad Tölz Martin Englert und den Vorstand des Deutschen Zitherbundes Norbert Kromb unter den Anwesenden begrüßen konnte, spielten die Vorjahressieger der Musikgruppen, die Groußstoaner Danzlmusi, den Eröffnungsmarsch.
Bernhard Lederer, neuer Gaumusikwart, übernahm die Ansage ,stellte alle Teilnehmer vor und hinterfragte interessantes über die einzelnen Gruppen.
Die 2 Früahdirndl aus Brunntal, die bereits aus Jugendsingen bekannt sind, eröffneten mit ihrer Instrumentalbesetzung den Wettbewerb, gefolgt vom Altbayerischen Dreigsang aus dem Bayerischen Wald, die besondere, waldlerische Lieder sangen.
Ebenfalls mit einer ganz eigenen Spiel- und Gesangsweise ließen sich die 6 Musikanten der Brotzeitmusi aus Deggendorf hören. Hier spielte der Wirt vom Goldenen Engel in Deggendorf u.a. auch mit einem böhmischen Dudelsack auf.
Die 3 Hainz Malan aus Diertramszell brachten in harmonischer Weise begleitet von ihrer Mutter Michaela, selten gehörte Lieder zum Vortag.
Die Staadlustigen aus Wettlkam, eine Gruppe mit 5 feschen Weiberleid, in Volksmusikkreisen bereits bestens bekannt, überzeugten mit hervorragendem und vielseitigem Musizieren, gleich ob instrumental oder gemischt mit Gesang.
Mit Begleitung ihrer Mamma spielten und sangen die Bernhard Dirndln frisch und gekonnt auf und zeigten ihr Können auch mit Blockflöten.
Als einziger Solist war der Brandl Martin aus Hofolding vertreten, er spielte auf seiner Diatonischen Ziach so rasante Stückln auf, dass seine Finger nur so über die Knöpfe flogen.
Feinen Gesang , mit vui Gfui vorgetragen, boten auch die Geschwister Melanie und Sonja Bertl mit Zitherbegleitung durch ihren Vater Leonhard. Mäuserlstaad wars im Saal, kein Wunder, bei so hervorragenden musikalischen Darbietungen. Wenn auch ab und zu einige der jungen Künstler etwa Lampenfieber hatten, so war es für den Volksmusikfreund ein Genuss, wieder einmal echte, unverfälschte Volksmusik zu hören. Es war auch ein herrliches Bild, da alle Teilnehmer und die Zuschauer im bayerischen Gwand erschienen waren.
Nach drei Durchgängen hatten die 6 Werter, Marianne Deisenböck, Angelika Huber, Bärbel Lindner, Heini Dreher, Sepp Eham und Thomas Trainer die schwierige Aufgabe, die Sieger festzulegen. Die intensive Auswertung ergab folgendes Ergebnis: als einziger Solist wurde Martin Brandl auf der Diatonischen Ziach natürlich auch Sieger in dieser Gruppe, Sieger bei den Gesangsgruppen wurden die Bernhard Dirndln und den Sieg bei den Instrumentalgruppen konnten die Staadlustigen aus Wettlkam erringen. Die 3 Siegerpokale, ein geschnitzer Oberlandler und die Urkunden für alle Teilnehmer überreichten der Gauvorstand Hans Schwaiger und die beiden Musikwarte Bernhard Lederer und Hans Seestaller.
Frei vom Wertungsdruck spielten und sangen einige Gruppen zur Freude Besucher noch schneidig auf, sicher hätte auch der Kiem Pauli "sei Freid ghabt".

Reiner Obermüller
Gaupressewart