In der Zeit, als es noch keinen Radio und schon gleich gar keine Fernsehscheibe gab, da waren die Möglichkeiten für Zerstreuung und Vergnügen, gemessen an der Gegenwart, gering. Die Tanzmusiken waren rar, nur ein paarmal im Jahr gab es für die jungen Leut eine Lustbarkeit auf den Tanzboden. Da mußte schon noch andere Unterhaltung gefunden werden. Eine Quelle dazu war der Umstand, daß die Leut zu jeder Zeit zu einem Jux aufgelegt waren. Da hat einer einem andern einen Streich gespielt, oder einen gehanselt. Die Geschichten wurden genauso herumerzählt, wie sonstige Begebenheiten, bei denen sich einer dumm angestellt hatte oder einige etwas "geliefert" haben.
Mag auch die "gute alte Zeit" nicht zum zurückwünschen sein, aber mehr Zeit und Sinn für Humor haben die Leute damals gehabt.

Die Geschichten in diesem Bücherl spielen zum größten Teil in der Zeit. Fleißige Schreiber haben sie in Worte gefasst. Die Geschichten sind im wesentlichen so geblieben, wie sie die Schreiber zu Papier gebracht haben; denn auch das gehört zur Eigenart der Erzählungen.

Der Oberlandler Gauverband hat alles gesammelt und für den Druck vorbereitet. Für die Mitglieder des Gauverbandes ist das entstandene Bücherl bestimmt. Mit dem Dank an die Geschichtenschreiber verbindet sich der Wunsch, daß die vor dem Vergeßenwerden bewahrten Begebenheiten allen Lesern frohe und heitere Stunden bereiten Mögen.





Ostin im Februar 1969 "Hans Seestaller.